Kategorie:Strassenstrich(Teplice)

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Geschichte des Strassenstriches

  • Er ist legendär, der Strassenstrich entlang der E 55 in Dubi/Teplice. Schon kurz nach der politischen Wende in den ehemals sozialistischen Staaten sprach man von der E 55 und bezeichnete die Strasse vom Grenzübergang Zinnwald über die Ortschaft Dubi bis Teplice als den "längsten Strassenstrich der Welt". Hunderte junger Frauen folgten dem Ruf der schnell verdienten D-Mark und boten ihre Dienste an. Goldgräberstimmung auf der "Meile". In den ersten Monaten und Jahren war(fast) alles möglich und zu haben. In der Anfangszeit spiele sich das Treiben an der Strasse, auf den Parkplätzen und Feldwegen entlang der E 55 ab. In langen Kolonnen warteten die Lkw auf die Zollabfertigung, was das "Geschäft" ebenfalls florieren liess ...


  • Später, als etwas Ordnung in das Chaos einzog, wurden Holzhütten errichtet mit grossen Glasfenstern, hinter denen die Frauen sassen und auf geneigte Kundschaft warteten.


  • Ende der 1990er Jahre waren nur noch rudimentäre Reste es ehemals stolzen Strassenstrichs vorhanden. Eine Vielzahl von Häusern entlang der E 55 in und um Dubi hatten sich in Nachtklubs und Pensionen verwandelt, in denen viele der BS jetzt arbeiteten.


  • Die grosse Flutkatastrophe an der Elbe im Jahr 2002, welche auch spürbare Auswirkungen auf das Rotlichtgewerbe entlang der E 55 hatte, die Euro-Einführung und der damit einher gehende Rückgang des Freieraufkommens mangels finanzieller Potenz sowie der Bau der Autobahn Dresden - Prag waren Meilensteine für den weiteren Niedergang des BS-Gewerbes. Alkohol und Drogen waren leichter zu besorgen als Milch und Brot, die Staatsmacht bemühte sich verstärkt mittels Videoüberwachung, Verordnungen und polizeilichen Maßnahmen, die Frauen von der Strasse zu bekommen. Vor allem die verstärkten Kontrollfahrten der Polizei und die Videoüberwachung hat und wird weiterhin dazu beitragen, das "Geschäft" zu vermiesen - schwerpunktmäßig in Dubi. Es ist beabsichtigt, die Videobilder der Strassenüberwachung ab Juli 2007 auf einer Website im Internet zu zeigen. Der Bürgermeister von Dubi versucht mit allen Mitteln, seinen Ort frei von Prostitution zu bekommen und ihn zu altem Glanz vergangener Zeiten zu führen. Allerdings wird das nicht ganz einfach. Denn der Ruf Dubis als Teil des "längsten Strassenstriches Europas" wird dem Ort noch lange anhängen. Keine rosigen Aussichten also für das "BS-Gewerbe", wenigstens in Dubi. Allerdings werden die BS, wenn vielleicht nicht mehr in Dubi, so doch an anderen Orten ihre Tätigkeit fortsetzen.

Der Strassenstrich heute

Es gibt ihn noch, den Strassenstrich. Vor allem in Teplice. Allerdings ist er nur noch ein Schatten seines einstigen Glanzes. Klein und übersichtlich, allenfalls für Insider interessant.


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